Personen, deren Schilddrüse einer hohen Strahlenbelastung durch radioaktives Jod ausgesetzt war, z. B. infolge einer Reaktorkatastrophe, tragen ein erhöhtes Risiko, an Schilddrüsenkrebs u erkranken. Bis zur Bildung eines Schilddrüsenkarzinoms vergehen durchschnittlich fünf bis 15 Jahre. Bei Erwachsenen ist dieser Zeitraum länger als bei Kindern. Die Erkrankungshäufigkeit ist bei Kindern nach Bestrahlung 25-fach erhöht und kann noch viele Jahrzehnte nach der Bestrahlung auftreten.

Patienten, die aus therapeutischen Gründen radioaktives Jod erhalten haben (z. B. zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion), tragen kein erhöhtes Risiko ein Schilddrüsenkarzinom zu entwickeln, da in der Regel die Schilddrüse durch die Therapie zerstört wird.

Bei Jodmangel erhöht sich das Risiko einer Schilddrüsen-Krebserkrankung. Zusätzlich zu Jod, wird Selen für Schilddrüsenfunktionen benötigt.